In echt ist das meine Lieblingsmusik! 2015

Eigentlich wollte ich viel mehr bloggen, aber weil auch dieses Jahr ein turbulentes war, bin ich seit Mai nicht mehr dazu gekommen. Immerhin für einen Jahresrückblick sollte aber Zeit sein. Damit er nicht genau so wird wie der für 2014 (so viel hat sich nämlich nicht verändert, glaube ich), gibt es dieses Jahr eine kleine, aber feine Zusammenstellung meiner Lieblingslieder inklusive Kommentar.

Die Entdeckung des Jahres:

Schnipo Schranke. Ich glaube, ich hab das Video von „Pisse“ damals bei Youtube angeklickt, weil ich dachte, dahinter verberge sich bestimmt ein nettes Häppchen Punkrock. Punkrock bekam ich zwar nicht, ein Stückchen Soundtrack meines Lebens aber schon. Dieses Lied zum Beispiel. Ich verstehe zwar nicht, warum ich immer einen Ohrwurm davon bekomme, wenn ich einen Kater habe (ich bin gut darin, einen Kater zu haben), aber ich liebe es trotzdem.

Bester Text:

Courtney Barnett lernte ich per zugesteckten Download-Code („Hier, ich hab mir das schon illegal runtergeladen!“) für ihr Album „Sometimes I sit and think, and sometimes I just sit“ kennen. Dieses Lied habe ich oft rauchend und trinkend mit einer guten Freundin gehört und mich mit ihr über den schönen Text gefreut. Give me all your money and I make some origami, honey! Muss ich mehr sagen?

Beste Musik vom anderen Ende der Welt:

Eigentlich ist diese Erkenntnis ein alter Hut, aber Princess Chelsea hat mich dieses Jahr wieder einmal daran erinnert, dass sich Depressionen auch in schöne, spacige, melancholische Musik verwandeln lassen. Sie kann das auf jeden Fall. Außerdem kann sie bis zu 5 Instrumente gleichzeitig spielen. Princess Chelsea ist Lana Del Rey in neuseeländisch und cool. The Great Cybernetic Depression habe ich oft beim Schreiben gehört.

Bester Treibstoff:

Meine erste große Liebe war Rap. Als wir uns kennenlernten, war ich 11 oder 12 und es charteten gerade überwiegend Hamburger Crews wie 5 Sterne Deluxe, Dynamite Deluxe (hauptsache Deluxe!) und die Beginner. Einsam lief ich mit Walkman und XXL-Füchse-Pulli durch die verlassenen Straßen meiner Heimatstadt und taggte die Wände voll, während alle anderen Britney Spears hörten. Dann übernahm Aggro Berlin die Szene und irgendwie konnte ich mich mit dem ganzen sexistischen Mist, der plötzlich hip war, nicht mehr identifizieren und war damit raus. Zugezogen Maskulin haben mich 2015 wieder ins Boot geholt. Eigentlich wollte ich Oi! verlinken, weil das dieses Jahr meine Einlaufmusik für mentale Boxkämpfe war, aber in diesem Video kommen Füchse vor. Die sind zwar keine Rudeltiere, aber fast so niedlich wie Lgoony.

Beste Bestätigung misanthropischer Ansichten:

Jemand, auf dessen Wert- und Geschmacksurteil ich viel gebe, hat mal gesagt, ich würde mich so ausdrücken wie Audio88. Ich weiß nicht, ob das stimmt, hoffe es aber immer ein bisschen, weil ich immer zwischen über seine resignierte Angepisstheit lachen und ihm recht geben müssen schwanke. Eines meiner meistgespielten Alben dieses Jahr war Wer schweigt, gibt recht (inkl. Lines wie „Ich wäre so gern ein beserer Mensch  vielleicht würde ich dann auch besser aussehen“), aber dieser Track hat nebenbei auch ein sehr schönes Video.

 

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